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| 01.09.2010, 17:27 von Johann Greilhuber |
| Ballade vom erschossenen Passanten (René M.) ....////....
Er ballert aus dem Auto in der Nacht,/
erst ungezielt und dann gezielt und nur aus Spaß,/
und hat einen Passanten umgebracht./
Er war ihm nicht bekannt, drum war’s wohl nicht aus Haß./
Es war ihm halt nach Schießen grad zumut./
Und –zig Promille hatte er im Blut.//
Ein Baumarkt ist in dieser Straße da./
So gab es Bilder aus der Überwachungskamera./
Drum stellten sich der Lenker und der Täter./
Man hätte sie ja doch verhaftet, früher oder später.//
Die Waffe illegal, der Schütze vorbestraft ..... /
Es drohen aber nur drei Jahre Haft,/
wenn keine Tötungsabsicht nachgewiesen wird.//
Warum wird das von mir hier referiert?//
Zur Abrundung, und zwar aus diesem Grund:/
Es hat der Typ auch einen scharfen Hund,/
mit dem es im Gemeindebau schon öfter Zores gab ― /
was ich zur Einschätzung des Täters zu erwähnen hab. ........
(21. 8. 2010, Wien-Floridsdorf)
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| 27.08.2010, 22:12 von Johann Greilhuber |
| Unter dem Doppeladler ....////....
Am Heldenplatz, beim Heldentor,/
steht eine Änderung bevor./
Wo hehr der Doppeladler wacht,/
man eine Hundezone macht./
Und vor dem Präsidententrakt/
wird bald von Hunden hingegackt./
Denn Österreich ist Hundereich!/
An solchen Dingen sieht man’s gleich./
Da weicht sogar das Militär/
und läßt die Wiener Hunde her.//
Doch besser ist das allemal/
als Hundehaufen überall./
Wer solcherart den Rasen nützt/
und Hundehalter Ordnung lehrt,/
uns besser vor dem Hundsdreck schützt,/
als wenn er tausend Helden ehrt.
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| 21.08.2010, 21:59 von Johann Greilhuber |
| Lob der MA 48 ....////....
Vor der letzten Wahl/
war es eine Qual/
auf dem Trottoir,/
weil da Hundsdreck war./
Frisch gemachte Haufen/
waren bald zerlaufen,/
und auch zwischen Autos/
lauerten sie lautlos./
Niemand nahm ein Sackerl/
für das Hundegackerl./
Wien — ein Hundeklo!/
Das war wirklich so.//
Leute diskutierten,/
und sie protestierten,/
schrieben Petitionen/
für mehr Hundezonen/
und für strenge Wachen,/
die Kontrollen machen./
Verseschmiede reimten,/
Aggressionen keimten./
Die Debatte lief./
Man war kreativ.//
Eine kluge Dame — /
Petra Jens ihr Name — /
machte eine Seite,/
wo sehr viele Leute/
gerne unterschrieben,/
daß sie es nicht lieben,/
durch die Hundsdreckkrapfen/
unentwegt zu stapfen,/
und der Magistrat/
was zu machen hat.//
Da, in diesem Klima,/
tat Frau Stadtrat Sima/
einen großen Schritt/
vorwärts, nämlich mit/
Wastewatchern und Eingreiftruppe,/
auch genannt Elitegruppe,/
die hier Ordnung schafft/
und die Sünder straft.//
Kotsackerlverwender/
gehen hin zum Spender,/
holen sich ein Sackerl
für das Hundsdreckpackerl./
Dieses, gut verschnürt,/
wird dann deponiert/
(dies, falls in der Zone,/
in der Hundsdrecktonne)./
Kampfhundführerschein/
ist ein Meilenstein,/
und den Hundechip/
find ich einfach hip.//
Alles das ist teuer./
Mit der Hundesteuer/
ist das nicht zu zahlen./
Doch die Hundsdreckqualen/
wurden reduziert,/
was man wirklich spürt.//
Auf der Hundsdreckseite/
schreibe ich dies heute,/
denn 2010/
kann man wieder gehn./
Und so kommt es hin,/
daß ich jetzt mit Wien/
ganz zufrieden bin.
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| 27.07.2010, 17:59 von Johann Greilhuber |
| IMMER, WENN MAN FRAUENLEICHEN FINDET,/
taucht auch Unterweger wieder auf,/
der fesche Frauentyp, der Sonnenbrillenträger,/
im weißen Sakko und mit offnem Hemd,/
mit goldnen Ketterln um den Hals,/
ein Paradigma von Narziß,/
ein grade freigekommner Lebenslanger,/
der, als hochperverser Frauenjäger,/
ein Dutzend Sexarbeiterinnen aus dem Leben riß.//
Diesmal gibt’s ein Foto von der Leiche/
(wer und was sie war, weiß man noch nicht)./
Die Haare angesengt, zertrümmert das Gesicht – /
man sieht es deutlich am verschobnen Mund ...... //
Und übrigens, damit ich’s noch erwähne:/
Jack Unterweger hatte einen Schäferhund. ........
(HEUTE vom 26. Juli 2010, p.8)
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| 16.07.2010, 16:13 von Johann Greilhuber |
| Schicksalshafter Verlauf ....////....
Die Augentropfen wollte sie ihm geben,/
als sie ihn irritierte./
Ein Ritzer mit dem Reißzahn war es nur,/
als er mit einem Ruck den Kopf wegdrehte/
und ihren Unterarm tangierte.//
Rasant war der Verlauf der Infektion./
Wer weiß schon, was sein Liebling heimlich frißt,/
wenn er allein im Garten draußen ist?/
Man hörte aus der Krankenstation:/
“Ein seltener Erreger, praktisch unbekannt.“/
Vielleicht von einem Aas, das für den Hund,/
der es verspeiste, köstlich roch?//
Der Witwer will das Krankenhaus jetzt klagen./
Es gebe da noch ungeklärte Fragen.//
Im Maul des Hunds lebt der Erreger noch. ........
(Kurier, 15. Juli 2010)
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